14.07.2015

Von meinem Detox-Fail & leckerster selbstgemachter Nuss-Milch

Wie ihr dem Titel vielleicht schon entnehmen könnt, soll sich heute alles um selbstgemachte Nuss-Milch drehen, die man ganz einfach selbst herstellen kann.
Aber bis wir zu diesem Rezept kommen, will ich euch erstmal erzählen, wie ich überhaupt auf die Idee komme, meine eigene Milch herzustellen und dann auch noch aus Nüssen.

Mit dem Thema gesunder Ernährung beschäftige ich mich ja schon etwas länger, habe etliche Foodblogs und Instagram-Kanäle abonniert die über die leckersten Gerichte bloggen und schmöker gerne viele verschiede Kochbücher durch. Und schon länger spiele ich mit dem Gedanken eine Detox-Saftkur zu machen. Für die jenigen die sich nun die Frage stellen, was so eine Detoxkur überhaupt ist und bewirken soll, gibts nun ein paar kurze Fakten.
Während dieser Zeit drinkt man für einen bestimmten Zeitraum nur kaltgepresste Obst- & Gemüsesäfte. 
Ich habe mich übrigens für einen 3-Tages-Detox entschieden. 
So eine Detoxkur/ Cleanse gilt als eine Art Reinigung des Körpers, soll zur Entgiftung beitragen und den Stoffwechsel ankurbeln.
Natürlich muss man nicht bei jeder Detox-Kur auf feste Nahrung verzichten, ich habe mich hier aber bewusst für die Saft-Kur entschieden.
Wenn man schon mal einen Entsafter zuhause stehen hat, muss der schließlich auch mal genutzt werden.


 Collage erstellt aus Bildern von Yuicery

Im Internet habe ich mich durch die verschiedenstens Websiten gelesen, habe mir unterschiedliche Saftinspirationen geholt und aufgeschrieben, worauf genau ich während dieser 3 Tage achten sollte, beispielsweise sollte man komplett aus Kaffee verzichten und neben den unterschiedlichen Säften ausreichend Wasser und Kräutertee trinken. 
Zugegebenermaßen habe ich mich die Tage zuvor nicht ganz an den Lehrplan gehalten. Statt wie empfohlen einige Tage zuvor auf tierische Eiweiße, Milchprodukte & Co zu verzichten, habe ich mich ganz normal ernährt. Da musste es natürlich noch der Schokoriegel sein, meine täglichen Tassen Kaffee und auch auf mein Alster am Abend mit Freunden wollte ich nicht verzichten.

Samstag wurde dann ordentlich Obst & Gemüse eingekauft, damit ich am nächsten Tag gleich loslegen konnte.
Da war die Freude auch noch recht groß, ich habe neben dem Saft fürs Frühstück gleich drei weitere Säfte vorbereitet und war ganz euphorisch. Doch bereits nach einigen Stunden plagten mich erste Kopfschmerzen und ich fühlte mich schlapp und müde. 
Meinen ersten Detox-Tag habe ich bewusst auf einen freien Tag gelegt, da ich nicht wusste, wie mein Körper auf die "flüssige Nahrung" reagieren wird. Neben viel Ruhe die ich mir an diesem Tag bei einem Spaziergang und auf dem Sofa gegönnt habe, wurden abends noch "schnell" die Säfte für den nächsten Tag vorbereitet (schnell ist hier relativ, mit dem ganzen schnippeln, entsaften und sauber machen verbringt man gerne über 1 Stunde in der Küche).

Mein kleiner Retter war die Nussmilch am Abend, die ist während der Saftkur nämlich erlaubt !
 & da sie mir so gut geschmeckt habe, möchte ich das Rezept heute mit euch teilen !
 
 Ihr benötigt:

1 Tasse Nüsse (ich habe 150 gr. Cashewkerne verwendet)
4 Tassen Wasser
2 getrocknete Datteln (nach Bedarf)
Alternativ Zimt

Zunächst sollten die Nüsse in Wasser eingeweicht werden, bestenfalls über Nacht. Dadurch weichen sie schön ein und man kann sie später leichter zerkleinern. Ich war tatsächlich erstaunt wie schnell es auch mit einem Pürierstab funktioniert hat, wer nicht warten mag, kann die Nüsse auch sofort in einen Hochleistungsmixer werfen.
Dann solltet ihr das "alte" Wasser (das Wasser indem die Nüsse zuvor eingeweicht wurden) entsorgen, durch frisches ersetzen und mit den Nüssen fein pürieren. 
Nach Bedarf könnt ihr noch getrocknete Datteln dazu geben. So erhält die Milch eine angenehme Süße.
Nun noch alles passieren, damit die Milch die typische "Milch-Konsistenz" erhält (der Schritt kann alternativ auch weggelassen werden, ich persönlich mag die Milch aber ganz klar lieber).
Das funktioniert am besten mit einem dünnen Geschirrtur, einfach das Tuch in ein Sieb legen, die Milch darüber gießen und abwarten.


Nun eine gute Ladung Eiswürfel ins Glas und die Milch darüber gießen - eisgekühlt schmeckt sie mir am Besten und ist auch mal eine super Alternative zur normalen Kuhmilch.
Die Milch schmeckt pur, kann aber gerne auch mit einer Prise Zimt oder einem anderen Geschmack eurer Wahl verfeinert werden.

Der Cashewgeschmack ist sehr fein, da ich mehr Wasser verwendet habe. Wer die Nussmilch etwas dickflüssiger mag, kann da die Wassermenge auch gerne reduzieren.

Aber auch mit anderen Nüssen wie Mandeln funktioniert diese Milch sicher wunderbar. Ob im Müsli, Kaffee oder Co. Ich habe damit heute morgen meinen Porridge verfeinert, das war ganz wunderbar und auch Chia-Pudding stell ich mir super lecker damit vor (mein absolutes Lieblingsfrühstück zur Zeit).

An meinem zweiten Detoxtag habe ich übrigens nach der Hälfte aufgegeben. Bereits nach dem dritten Saft war mir so schlecht, ich hatte starke Kopfschmerzen und konnte mich kaum konzentrieren.
Hunger habe ich während der 1 1/2 Tage tatsächlich garnicht verspürt, nur etliche Gelüste (ich denke, das ist aber ganz normal).

Ob ich eine solche Detox-Saftkur erneut machen würde, weiß ich nicht. Vielleicht wage ich in einem halben Jahr ein neues Food-Experiment, bis dahin genieße ich erst einmal weiter die leckersten Köstlichkeiten :)

Die Nussmilch werde ich jedoch weiterhin ab und zu selber machen, da bin ich mir sicher. Da weiß man auch was drin steckt !

Habt ihr schonmal eine Detox-Kur gemacht? Ich bin ganz gespannt auf eure Erfahrungen & Meinungen.

1 Kommentar:

Toni hat gesagt…

Nussmilch ist einfach unglaublich lecker 👌😍
Im Gegensatz zu sojamilch, die ich einfach nur widerlich finde :-)
Schön, dass es dir wieder besser geht 😘💪👍